Seit gut 30 Jahren gibt es das Mindesthaltbarkeitsdatum auf unseren Lebensmitteln. Es ist gesetzlich vorgeschrieben und soll uns Verbrauchern als Orientierungshilfe dienen, wie lange ein Produkt noch mindestens genießbar sein könnte.
Laut dem Info-Prospekt „Teller oder Tonne?“ (.pdf) schmeißen wir in Deutschland etwa 300 Euro an Lebensmittel weg. Das ist nicht nur eine beachtliche Summe, sondern auch ein riesengroßer Berg an Müll: Ca. 20 Millionen Tonnen! In den meisten Fällen sind die verworfenen Speisen zwar von der Mindesthaltbarkeitsangabe her abgelaufen, aber noch keineswegs verdorben. Das heißt also, dass viele Produkte entsorgt werden, obwohl diese noch ohne Bedenken weiter verarbeitet bzw. gegessen werden könnten.
Wie ich es schon oben „betont“ hatte, sagt das MHD nicht den Tag voraus, wann ein Lebensmittel ungenießbar ist, sondern nur, wie lange es mindestens haltbar ist! Hat man z. B. ein laut MHD abgelaufenen Joghurt in der Hand, sollte man sich die Konsistenz ansehen, kurz daran riechen und für sich selbst entscheiden, ob man diesen Joghurt noch essen möchte oder nicht. Eine genaue Vorhersage zur Ungenießbarkeit kann niemand geben. Der eben genannte Joghurt kann noch locker eine Woche länger im Kühlschrank stehen und von all’ seinen Produkteigenschaften her „gut“ sein. Lebensmittel können auch vor dem Zeitraum des Mindesthaltbarkeitsdatum verderben. Wichtig und Grundvoraussetzung zum längst- und bestmöglichsten Verzehrgenuss ist die korrekte Lagerung. Zu 99% findet man die dafür notwendigen Informationen auf den jeweiligen Verpackungen.
Noch wichtig zu erwähnen ist, dass es neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch das Verbrauchsdatum gibt. Verbrauchsdaten geben an, bis wann ein Produkt unbedingt verbraucht werden sollte. Beispiele dafür sind unter anderem: Hackfleisch, frisches Geflügelfleisch sowie frische Fischprodukte. Vom Verzehr nach Ablauf des Verbraucherdatums wird seitens „Teller oder Tonne?“ abgeraten.
Weitere und ausführlichere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Webseiten bmelv.de, aif.de, bfr.bund.de sowie im oben genannten Prospekt „Teller oder Tonne?“ vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).
