SoVD: Straßenumfrage zum Betreuungsgeld

Vor fast zwei Wochen schrieb ich etwas über das umstrittene Betreuungsgeld. Passend dazu führte das Team von sovd-tv.de eine Straßenumfrage durch, welche sie als Video festgehalten haben.

Genau so, wie viele von Ihnen, ist auch der SoVD der Meinung, dass das Betreuungsgeld keine Chancengleichheit bietet. Der Sozialverband Deutschland fordert den Ausbau öffentlicher Betreuungsangebote von z. B. Kindertagesstätten, um so die Stärkung der frühkindlichen Bildung und Förderung des Sprachvermögens zu ermöglichen.

Den Link zum Video finden Sie hier: Straßenumfrage zum Betreungsgeld

Das umstrittene Betreuungsgeld

Heute sollte es zur Abstimmung des “neuen” Betreuungsgeldes kommen, doch es kamen nicht genug Abgeordnete zustande, um überhaupt irgendetwas abstimmen zu können. Einige Zeitungen berichten von einer schwarz-gelben Blamage mit Folgen (zeit.de).

Das Betreuungsgeld soll künftig an Eltern gezahlt werden, welche für Ihre Kinder keine staatlichen Förderungen in Anspruch nehmen wie z. B. Krippenplätze oder Tagesmütter. Etwa 100 EUR / Monat hatte man sich ab dem 1. Januar 2013 vorgestellt, welches ab 2014 auf 150 EUR / Monat erhöht werden sollte.

Das Betreuungsgeld löst keine Probleme, sondern eher eine Art Glaubenskrieg aus (tagesschau.de). Ich bin der Meinung, dass Kinder frühst möglich und direkt vom Staat gefördert und betreut werden sollten, um schneller in unsere Gesellschaft integriert werden zu können. Dabei gilt es die Strukturen unseres Landes kennen zu lernen, aber auch mit anderen (gleichaltrigen) Kindern etwas zu unternehmen.
Viele Eltern, so behaupte ich, würden das Betreuungsgeld sowieso nicht zielgerichtet für ihre Kinder verwenden. So denke nicht nur ich! Hört und schaut man sich diverse Vorfälle aus der bunten Medienlandschaft an, so stehe nicht nur ich mit einer solch negativen Aussage da (Beispiel: sozialleistungen.info).

Nach der heutigen Schlappe um das Betreuungsgeld, worüber ich nicht einmal böse bin, bleibt es weiter abzuwarten, wie sich die Politik diesem Thema nach der parlamentarischen Sommerpause erneut annähern wird. Vielleicht hat das Fernbleiben einiger Abgeordneten ja zu neuen Denkanstößen geführt. Dies wäre zumindest wünschenswert. Oder nicht?

Facebook: Organspender werden!

In den letzten Wochen und Monaten hat man in den Medien viel zum Thema Organspende gehört. Einige Krankenkassen haben sich vorgenommen, ihre Versicherten mindestens einmal jährlich über die Bereitschaft zur Organspende zu befragen und aufzuklären. Keine schlechte Sache – doch sollte man sich diese Sache lieber zwei mal überlegen bevor man einen Ausweis zur Organspende ausfüllt.

Mark Zuckerberg, seines Zeichens Inhaber und Gründer von Facebook, hat sich eine “kuriose Idee” einfallen lassen: In den vereinigten Staaten sowie in Großbritannien kann man in seinem Profil angeben, dass man Organspender ist und bekommt zu dem Unterstützung bei der Registrierung um künftig Organspender zu werden. Inwieweit es dieses Feature auch in Deutschland geben wird ist wohl noch unbekannt.

Quelle: Facebook via Caschys Blog

Malteser – Im Dienste der Gesundheit und des Lebens!

Seit rund einem Jahr spenden meine Freundin und ich einen monatlichen Betrag für die Arbeit der Malteser. Eine gute Sache wenn man bedenkt, dass ein Satz selbstklebender Defibrilations-Elektroden zur Lebensrettung bei einem Herzinfarkt oder -stillstand etwa 48 EUR kosten..

Die Malteser sind eine 1953 durch den Malteser-Orden und der Caritas gegründete Hilfsorganisation welche national und International tätig ist. Das Team besteht aus etwa 44.000 ehrenamtlich und 21.000 hauptamtlich geschulten Mitarbeitern. Sie alle betreuen Kinder, kranke und betagte Menschen.

2009 eröffneten die Malteser, gemeinsam mit der Königen Silvia von Schweden, die erste Demenzstation in einem Akutkrankenhaus. Mit diesem Schritt möchte man eine vertrauensvolle Betreuung von demenziell erkranken Personen in Akutfällen ermöglichen. Zu diesem “Projekt” möchte ich später gerne einen extra Artikel verfassen, welcher ebenfalls auf martin-roeder.de veröffentlicht wird.

International kooperieren die Malteser in mehr als 100 Ländern in verschiedenen Organisationen wie z. B. der UNO, UNESCO, EU uvm. Alle diese Beziehungen sind mit nur einem Ziel verknüpft: dem HELFEN – insbesondere bei Naturkatastrophen, Krieg, Vertreibung und Armut. Gerade in Ländern wo es kaum medizinische Versorgung gibt sind die Malteser helfend im Einsatz.

Seit etwa 10 Jahren engagieren sich die Malteser am jährlich stattfindenden “Malteser Socialday” gemeinsam mit deutschen Unternehmen für soziale Projekte in Einrichtungen der Malteser sowie anderen Organisationen. Es werden Renovierungsarbeiten durchgeführt, Zoobesuche realisiert, besonderes Essen aufgetischt und gespielt bis zum umfallen.

Interessante Fakten aus “nah dran”: Alle 58 Sekunden werden die Malteser Rettungsdienste zur Hilfe gerufen – insgesamt mehr als 715.000 Mal im Jahr, wovon etwa 84.000 Einsätze akute Notfälle sind. Bundesweit verfügen die Malteser über 200 Rettungswachen mit mehr als 500 Rettungsfahrzeugen um uns, den Menschen jederzeit behilflich zu sein! (Quelle: Mitgliederpost “nah dran” – Reportage aus Münster)

Eine Mitgliedschaft als Fördermitglied hat neben dem “guten tun” noch weitere Vorteile wie z. B. einen Rückholdienst aus dem Urlaub bei Krankheit oder Notfällen und das Gesundheitstelefon welches bei Gesundheitsthemen (Reisemedizin, Arztsuche, Vorsorge, …) aller Art beratend zur Seite steht.

Am 12. März waren die Malteser im übrigen in der Sendung Undercover Boss auf RTL zu sehen.