Die Praxisgebühr ist Geschichte: 40 EUR mehr pro Jahr!

Vor kurzem berichtete ich über die Schlagzeile von unserem Gesundheitsminister Daniel Bahr “Ich bin dafür, dass wir auf die Praxisgebühr verzichten” und seit gestern ist es offiziell: Die Praxisgebühr wird es ab den 1. Januar 2013 nicht mehr geben!
Als Grund für die Abschaffung nennt man die gute Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen.

“Das Ende der Praxisgebühr ist eine gute Entscheidung. Damit geben wir den Versicherten Geld zurück, das sie hart erarbeitet haben. Ein Finanzpolster der Kassen ist sinnvoll, Milliardenüberschüsse, wie sie zur Zeit bestehen, jedoch nicht zu rechtfertigen”.

Daniel Bahr

Die Abschaffung der Praxisgebühr sorgt bei den meisten für gut 40 EUR mehr im Jahr. Meint die Regierung es wirklich gut mit uns ODER ist das nur ein Teil des nächsten Wahlkmapfes u. a. von der FDP?

Quelle: BMG – Abschaffung der Praxisgebühr

Organspende: Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Translantationsgesetz

Organspendeausweis - MusterSeit gestern, also dem 1. November 2012, wurde eine gesetzliche Entscheidungslösung zur erhöhten Bereitschaft der Organspende in Deutschland im Gesetz verankert.

Alle gesetzlichen und privaten Krankenversicherungsunternehmen wurden verpflichtet, Ihre Versicherten fortlaufend über die Möglichkeit zur Organ- und Gewebespende zu informieren. Laut der Pressemmitteilung des BMG soll dies technisch gemeinsam mit der Versendung der elektronischen Gesundheitskarte erfolgen.
Neben ausführlichen Informationen zur Organspende soll man auch Adressen fachlicher Beratungsstellen erhalten. In jedem Falle können Sie sich jederzeit an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wenden. Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zu Organ- und Gewebespenden sowie einen Organspendeausweis zum selber ausdrucken.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung “Organtransplantation (DSO)” betreibt die BZgA einen telefonischen Informationsdienst. Das gebührenfreie Infotelefon erreichen Sie Montags bis freitags von jeweils 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter folgender Rufnummer: 0800 – 90 40 400

Sollten Sie sich zur Organ- und Gewebespende entschieden haben, so ist es wichtig, dass Sie ihren ausgefüllten Ausweis immer bei sich führen. Er sollte immer leicht auffindbar und gut erkennbar sein! Möchte man seine Entscheidung zur Organ- bzw. Gewebespende widerrufen, so entsorgen Sie ihren alten Ausweis und ersetzen diesen durch einen neuen. Wichtig ist, dass Sie den alten Ausweis so vernichten, dass er nicht mehr Lesbar ist! Am besten zerschreddern, zerschneiden oder verbrennen…

Mit dem neuen Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung zur Organ- und Gewebespende erhofft sich die Regierung eine erhöhte Bereitschaft der Bevölkerung im Lande, seine Organe für notleidende Menschen zu spenden.

Ganz im Sinne unseres Bundesgesundheitsministers schließe ich mich seiner Aussage gerne an: “Wer sich zu Lebzeiten für oder gegen eine Organspende entscheidet, entlastet damit seine Angehörigen.”

Quelle: BMG – Organspende – Überblick zur Collage Bild: organspende-info.de

Daniel Bahr: Ich bin dafür, dass wir auf die Praxisgebühr verzichten

Unser Gesundheitsminister führte mit der Ärztezeitung ein Interview über die Praxisgebühr. Diese sei für die Arztpraxen nur ein Ärgernis und den Zweck habe sie auch nicht erfüllt.
Dank der Überschüsse der Krankenkassen wird die Praxisgebühr bald wieder Geschichte sein. Oder doch nicht?

Geht es nach unserem Gesundheitsminister könnten die verärgerten 10 EUR Praxisgebühr “zu sofort” abgeschafft werden. Unsere Kanzlerin stellt die Praxisgebühr in Frage, ist sich also noch nicht ganz im Klaren und die Unionsfraktion ist strikt gegen eine Abschaffung! Klingt wirklich kompliziert.
Die CDU und CSU hat laut Bahr erkannt, dass der Überschuss der Kassen besondere Ausmaßen angenommen habe und man den Versicherten somit etwas wiedergeben könnte. Eine Beitragssenkung wäre auf die schnelle nicht möglich, da erst vor kurzem – von der Union – eine Beitragserhöhung beschlossen wurde. Eine Änderung des Gesetzes sei “auf die schnelle” nicht möglich und auch würde sich eine monatliche Beitragssenkung nicht wirklich bemerkbar machen. Laut einer TV-Reportage seien das nur ein paar wenige Euro (verteilt auf alle Versicherten).

Die Abschaffung der Praxisgebühr fände ich ebenfalls nicht schlecht, alternativ zumindest eine Vergünstigung. Ich finde es schon heftig, dass wenn man keine 10 EUR dabei hat, eiskalt nach Hause geschickt wird! So etwas darf meiner Meinung nach – in einem Sozialstaat – nicht passieren. Die Überschüsse können gerne für schlechte Zeiten gespaart werden. So wären wir evtl. vor irgendwelchen künftigen Beitragserhöhungen verschont. Wer weiß wie lange…

Quelle: BMG“Praxisgebühr – ein Ärgernis in den Praxen”

Bürgerdialog über Zukunftsthemen (Aktuell: Demografischer Wandel)

Plakat: Bürgerdialog - Einblick gewinnen

(c) Bürgerdialog Zukunftsthemen

In Deutschland hat man zu wenig Mitspracherecht? In einigen Bereich mag dies vielleicht stimmen – doch man sollte auch beachten, dass die wenigsten mitreden wollen! Schimpfen und mosern ist schließlich viel einfacher. Oder?

Wenn Sie ein Mensch sind, der gerne mitreden mag, Ideen hat und sich mit Experten zu diversen Themen austauschen möchte – dann passen Sie gut auf: Seit März 2011 bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Bürgerdialog über Zukunftsthemen an. Hier möchte man, gemeinsam mit den Bürgern, über Dinge reden, welche uns alle angehen. Ganz aktuell ist z. B. das Thema des demografischen Wandels. Die Bedeutung dieses Themengebietes wächst immer mehr.

Gestartet war der erste Bürgerdialog zum Thema Hightech-Medizin. Es wurde online, aber auch offline Diskutiert. Alle Anregungen und Diskussionen wurden im Dezember 2011 zu einem “Bürgerreport – Hightech-Medizin – Welche Gesundheit wollen wir?” zusammen gefasst. Ein weiterer Bürgerreport wurde zum Thema “Energietechnologien für die Zukunft” herausgegeben. Gleiches soll auch mit aktuell laufendem Dialog (und allen weiteren) passieren.

Wer seine Chance ergreifen – und ebenfalls an neuen Ideen mitwirken möchte, der ist herzlichst dazu eingeladen, sich am aktuellen Bürgerdialog “Demografischer Wandel” zu beteiligen. Ich wünsche viel Spaß und vor allem Erfolg!

Bremen: Spaziergang der Generationen / Generation Zukunft im Gespräch

DIE Bremer Alternative zur herkömmlichen Facebookparty: Montag, 1. Oktober 2012 ab 10.00 Uhr ist es so weit! Der “Spaziergang der Generationen / Generation Zukunft im Gespräch” startet ab Bremer Marktplatz.

Unter der Führung von Hein Looper, alias Schauspielerin Christine Renken, werden jung und alt die Bremer Innenstadt bevölkern. Außer der Huchtinger Stelzensippe und der Tanzgruppe ku:jjl aus dem Münsterland bietet der Spaziergang noch jede Menge weitere Highligths. Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen ist der Schirmherr des Spaziergangs.
Das Vorprogramm startet 9.30 Uhr mit Generationentheater und Rollatorentanz.DIE Bremer Alternative zur herkömmlichen Facebookparty: Montag, 01.10.12 10.00 Uhr ist es so weit! Der “Spaziergang der Generationen/Generation Zukunft im Gespräch” startet ab Bremer Marktplatz.

Unter der Führung von Hein Looper, alias Schauspielerin Christine Renken, werden jung und alt die Bremer Innenstadt bevölkern. Außer der Huchtinger Stelzensippe und der Tanzgruppe ku:jjl aus dem Münsterland bietet der Spaziergang noch jede Menge weitere Highligths. Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen ist der Schirmherr des Spaziergangs.
Das Vorprogramm startet um 9.30 Uhr mit einem Generationentheater und einen Rollatorentanz.

Die Route: Markt, Obernstr., Brill, Martinist., Langenstr., Markt.

Um 11.30 Uhr spricht Sozialsenatorin Stahmann ein Grußwort.

Abschließend werden Bremer Künstlern aus dem Projekt “Quartier-Tenever” mit jungen und alten Menschen Graffitis auf Leinwände sprühen. “Wer Menschen für die Zukunft gewinnen und die Generationen ins Gespräch bringen will, der lasse sie gemeinsam spazieren gehen!” Veranstalter: Barmer GEK, Ambulante Versorgungslücken e. V., Verein Wege aus der Einsamkeit e. V. und andere.

Die Route: Markt, Obernstr., Brill, Martinist., Langenstr., Markt. 

Quelle: Elsbeth Rütten (www.ambulante-versorgungsluecke.de)

Auch China hat Probleme mit Pflegefachkräften…

Am Donnerstag berichtete ich über die Schlagzeile von Spiegel Online und nur wenige Minuten später zwitscherte mir der DBfK zu, dass es in China auch zu wenig Pflegefachkräfte, speziell in der Altenpflege geben würde.

In einem Artikel auf welt.de schrieb Nina Trentmann, dass die Vergreisung in China zur wirtschaftlichen Gefahr wird. Im Jahre 2000 lebten in China ca. 86 Millionen Menschen über 65 Jahre. Bis zum Jahr 2040 soll diese Zahl auf bis zu 329 Millionen ansteigen. Hat China dann nicht selber mit den Problemen des Fachkräftemangels im Altenpflegebereich zu tun? Warum, liebe Agentur für Arbeit, startet ihr dann ein solches Projekt? Ich glaube, man muss nicht studiert haben, um zu sagen, dass ein solches Unterfangen für beide Nationen von Nachteil ist bzw. wird.

Ein weiterer Tweet erreichte mich von @pflegepuls: Gleiches Horn, andere Bläser. Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein. Ich habe auch kein Patent zur Rettung der Pflege in Deutschland, aber sicher nicht so! Der Pflegeberuf muss auf Dauer attraktiver gestaltet werden. Wer plausible Ideen hat, bitte in die Kommentare damit!

Arbeitsagentur wirbt um Altenpfleger aus China

Ich war – oder nein: Ich bin noch immer total geschockt! Die Agentur für Arbeit wirbt in China für Jobs in Deutschland. Wie es der Titel dieses Beitrags schon sagt: Es geht (mal wieder) um die Altenpflege.

Warum sorgt man sich in Deutschland nicht um eine vernünftige Lösung für das Problem des Fachkräftemangels im Pflegebereich? Also ich meine, indem man sich mehr um die Lukrativität und Attraktivität des Berufs bemüht. Warum wird nicht in die eigenen Reihen finanziert? Hier ist man sich noch immer nicht wirklich im Klaren, wie die Ausbildung der Alten- sowie Gesundheits- und Krankenpflege künftig gestaltet werden soll. Auf der letzten Versammlung der Schüler- und Kurssprecher hieß es, dass es drei verschiedene Versionen geben soll:

1.) Die Ausbildungen der Alten und Krankenpflege wird zusammengelegt, was bedeutet, dass die Ausbildungsstruktur in allen Themenbereichen komplett überarbeitet werden muss.

2.) Bevor man in den Pflegeberuf einsteigen kann, soll eine 12 jährige Schulbildung absolviert werden und …

3.) die damalig zwei jährige Ausbildung soll wieder eingeführt werden zu Dumpinglöhnen, und weiteren unterschieden zur drei jährigen Ausbildung.

Die Pflegesituation in Deutschland ist nach wie vor sehr unübersichtlich… Hier geht es im übrigen zur Informationsquelle zu dieser Schlagzeile. Was meinen Sie zum Vorhaben der Agentur für Arbeit? Später sollen laut spiegel.de noch weitere Länder folgen… Ich möchte gar nicht wissen, was ein solches Projekt für Kosten verschlingt. Sicher genug um weitere Ausbildungen zu finanzieren…
Ich bin nicht gegen die Einarbeitung und Einstellung von auswertigen Pflegekräften, doch ist dies keine Lösung auf Dauer. Zusätzlich drückt es gehöriges Desinteresse gegenüber der bei uns beheimateten Pflegekräfte und Pflegeempfänger aus. Bevor eine Pflgekraft aus China bei uns arbeiten kann, muss diese erst einmal unsere deutsche Sprache erlernen.

Vielleicht gelingt es mir, an ein offizielles Statement der Agentur heran zu kommen.

(Groß)elternzeit (Freistellung von der Arbeit nach der Geburt eines Kindes)

Wenn ich hier das Wort “Elternzeit” schreibe, wissen sicher einige, was das ist. Die Elternzeit beschreibt die Phase der beruflichen Freistellung eines Elternteils nach der Geburt eines Kindes. Geht es nach Kristina Schröder, unserer Familienministerin, sollen bald auch die Großeltern von ihrem Beruf freigestellt werden können. Sollten die Eltern also stark im Beruf verankert sein und finanziell darauf angewiesen, so kann beschlossen werden, dass die Großeltern die bisher bekannte “Elternzeit” antreten und “gut geschrieben” bekommen.

Die “Großelternzeit” wäre meiner Meinung nach gar nicht so schlecht. Es muss sich aber auch für die Renten der Großeltern lohnen. Bekanntlich sind diese ja recht klein, so dass man schon rein mental auf jede Stunde im Beruf zählt und hofft.

Nachtrag @ 30. September 2012: Nach einigen Diskussionen habe ich meine Meinung geändert. Ich war mir nicht ganz im klaren, dass es in der Erzieherbranche ähnlich schlecht aussieht wie in der Pflege. Auch ist es natürlich sinnvoller, wenn Kinder pädagogisch betreut und unterstützt werden. Man müsse also zusätzlich sicherstellen, dass ein Kind auf alle Fälle einen Kindergarten etc. besuchen kann und wird.

Quelle und weitere Informationen zum Thema: zdf.deSchröder will Erziehung durch Großeltern fördern. Dort finden Sie auch einen passenden Videoausschnitt von “ZDF heute”.

Entbürokratisierung in der Pflege

Portrait von Elisabeth Beikirch, Ombudsfrau im BMG für Entbürokratesierung in der Pflege

Quelle / Foto: BMG

Seit Juni 2011 beschäftigt sich Elisabeth Beikirch als parteiunabhängige Ombudsfrau mit der Entbürokratisierung der Pflege. In einem Interview, welches im März 2012 stattfand, berichtete Frau Beikirch über Ihre bisher gesammelten Eindrücke nach den ersten 6 Monaten Ihres Amtes.

Elisabeth Beikirch traf sich in den letzten Monaten mit Pflegedienstleitungen, Vertretern von Trägereinrichtungen, Krankenkassen, Selbsthilfegruppen, Verbänden und Betroffenen, Heimaufsichten und Medizinischen Diensten. Auch erhielt Sie von Bürgern Post, welche über ihre eigenen Erfahrungen (z. B. Pflegestufe beantragen) berichteten. Einige dieser Fälle hatte sie sich selbst angesehen und mit eigenen Notizen an das Bundesministerium für Gesundheit weitergeleitet.

Die “Entbürokratisierung der Pflege” richtet sich sowohl an Pflegeempfänger und deren pflegenden Angehörigen sowie an professionell pflegende Personen.
Frau Beikirch möchte alles daran setzen, dass es gelingt, die Inanspruchnahme von Leistungen für Pflege und Betreuung aus den unterschiedlichen Sozialgesetzbüchern für die Bürgerinnen und Bürger so einfach und verständlich wie nur irgend möglich zu gestalten. Auch sollen Art und Umfang der Pflegedokumentation im Verlauf des Projektes abgeklärt werden.

Ich finde die Idee der Entbürokratisierung im Pflegebereich gut. Sicher wird man den Papierkrieg nicht vollends abschaffen können, doch eine Vereinfachung wäre super! Man würde in Zukunft viel Kraft und Zeit sparen können.

Damit das Unterfangen der Entbürokratisierung im Bereich der Pflege keine Zukunftsmusik oder ein Wunschdenken bleibt, ist die Ombudsfrau zur Entbürokratisierung in der Pflege im Bundesgesundheitsministerium auf unser aller Hilfe angewiesen. Die Kontaktinformationen von Elisabeth Beikirch finden Sie hier.

Quelle: BMG (Interview und Portrait)

Good-Care.de: Meinungen zu Pflege, Politik und Gesellschaft

Viele machen es im Frühjahr, der DBfK Nordwest e. V. hingegen zum Herbst: Aufräumen und Sauber! Gemeint ist das Blog des nord-westlich angesiedelten Berufsverbandes für Pflegeberufe.

Das Blog good-care.de beschäftigt sich, wie schon im Titel dieses Beitrags beschrieben, mit Meinungen zu Pflege, Politik und Gesellschaft. Genauere Informationen zum DBfK finden Sie hier oder hier.

Ich freue mich, dass good-care.de wieder beschrieben wird. Willkommen “zurück”! ;)