Nein, natürlich ist mir dieses künftige Unterfangen nicht in Vergessenheit geraten. Auch habe ich das Interesse an einem solchen Unterfangen nicht verloren. Viel mehr stelle ich mir die Frage, was sinnvoller und praktischer ist; für mich, für die Konsumenten und für meine Interview- bzw. Gesprächspartner bald anstehender Podcasts. Was ich konkret damit meine: Ist es schlauer, Audio- oder Videopodcasts zu verwalten?
Was für Audio-Podcasts spricht: Man kann diese mit relativ wenig Aufwand hören. Jedes Betriebssystem kann – so möchte ich behaupten – nahezu mühelos mp3-dateien abspielen ohne Großes dazu zu tun. Meine Android-App zum Blog unterstützt Audio-Podcasts an, indem automatisch ein Audio-Player im jeweiligen Artikel eingefügt wird. Zusätzlich, und bei weitem wohl auch der ausschlagsgebende Punkt: Die Realisierung ist meines Erachtens deutlich einfacher und individueller. Ebenso habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich viele Menschen nicht gerne vor laufenden Kameras zeigen mögen. Bei reinen Audio-Podcasts hört man nur die Stimme, sieht aber keine Person, oder ggf. nur ein Foto (wenn man Podcasts zusätzlich bei YouTube und Co. publiziert). Dies ist vielen Menschen angenehmer als eine Video-Aufnahme.
Was für Video-Podcasts spricht: Ich denke, der größte und auch schwerwiegenste Aspekt für Interviews und Gespräche, welche als Video aufgenommen werden, ist, dass man die sprechenden Personen sieht. Dabei gilt das meiste Interesse wohl sicher nicht mir, sondern eher meinen Gesprächspartnern. Wie oben genannt, trauen sich deutlich weniger Personen vor eine laufende Kamera, vor allem wenn es um Produktionen fürs Internet geht. Ein weiterer praktischer Punkt: Man kann viele Produktreviews realisieren. Firmen, Vereine und andere Organisationen können ihre Projekte ganz einfach mittels Video vorstellen.
Was meinen Sie? Und bevor Sie sich jetzt für einen Video-Podcast entscheiden, stellen Sie sich bitte ganz kurz die Frage: Würden Sie sich vor eine laufende Kamera trauen und sich im Internet präsentieren? Das bald erscheinende Podcast-Format soll sich schließlich an die Leserinnen und Leser von martin-roeder.de richten. Schließlich sind Sie die Konsumenten meiner Formate. Daher möchte ich Ihnen auch sehr gerne ein Mitspracherecht einräumen!
Die Anschaffungskosten für eine Videoausrüstung (mit Benutzung eines Smartphones, welches ich bereits besitze) liegen bei gut 135 EUR. Audio-Podcasts könnten theoretisch schon jetzt produziert werden, da ich bereits ein Studiomikrofon besitze. Die Anschaffung einer mobilen Aufnahmeeinheit liegt ebenfalls bei etwa 130 EUR (mit optionalem Zubehör wie z. B. einem Windschutz für Aufnahmen im Außenbereich).
Ich bin auf Ihren Kommentar gespannt!