Organspende: Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Translantationsgesetz

Organspendeausweis - MusterSeit gestern, also dem 1. November 2012, wurde eine gesetzliche Entscheidungslösung zur erhöhten Bereitschaft der Organspende in Deutschland im Gesetz verankert.

Alle gesetzlichen und privaten Krankenversicherungsunternehmen wurden verpflichtet, Ihre Versicherten fortlaufend über die Möglichkeit zur Organ- und Gewebespende zu informieren. Laut der Pressemmitteilung des BMG soll dies technisch gemeinsam mit der Versendung der elektronischen Gesundheitskarte erfolgen.
Neben ausführlichen Informationen zur Organspende soll man auch Adressen fachlicher Beratungsstellen erhalten. In jedem Falle können Sie sich jederzeit an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wenden. Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zu Organ- und Gewebespenden sowie einen Organspendeausweis zum selber ausdrucken.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung “Organtransplantation (DSO)” betreibt die BZgA einen telefonischen Informationsdienst. Das gebührenfreie Infotelefon erreichen Sie Montags bis freitags von jeweils 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter folgender Rufnummer: 0800 – 90 40 400

Sollten Sie sich zur Organ- und Gewebespende entschieden haben, so ist es wichtig, dass Sie ihren ausgefüllten Ausweis immer bei sich führen. Er sollte immer leicht auffindbar und gut erkennbar sein! Möchte man seine Entscheidung zur Organ- bzw. Gewebespende widerrufen, so entsorgen Sie ihren alten Ausweis und ersetzen diesen durch einen neuen. Wichtig ist, dass Sie den alten Ausweis so vernichten, dass er nicht mehr Lesbar ist! Am besten zerschreddern, zerschneiden oder verbrennen…

Mit dem neuen Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung zur Organ- und Gewebespende erhofft sich die Regierung eine erhöhte Bereitschaft der Bevölkerung im Lande, seine Organe für notleidende Menschen zu spenden.

Ganz im Sinne unseres Bundesgesundheitsministers schließe ich mich seiner Aussage gerne an: “Wer sich zu Lebzeiten für oder gegen eine Organspende entscheidet, entlastet damit seine Angehörigen.”

Quelle: BMG – Organspende – Überblick zur Collage Bild: organspende-info.de

Organspende: AOK bietet eine Entscheidungshilfe

Erst vor kurzem berichtete ich darüber, dass sich Facebook zum Thema Organspende Gedanken macht und eine entsprechende “Ich bin Organspender”-Option in sein soziales Netzwerk eingepflegt hat.

Gemeinsam mit der Uni Hamburg entwickelte die AOK Gesundheitskasse auf den eigenen Webseiten eine interaktive Entscheidungshilfe zur Organspende mit den Schwerpunkten Medizin, Recht, Ethik und Religion. Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes ist selber Organspender und hofft, gemeinsam mit seinem Team, dass die Webseite aok.de/organspende dem einen oder anderen bei seiner persönlichen Entscheidung behilflich sein kann.

Eine klare Antwort auf die Frage “Soll ich Organspender werden?” gibt es nicht! Jeder muss diese Fragen für sich selber beantworten können und sollte dies in jedem Falle für sich selbst entscheiden.

Quelle: AOK Pressemitteilung vom 12. April 2012 via careKonzept – Pflegesachverständige Heike Bohnes

Facebook: Organspender werden!

In den letzten Wochen und Monaten hat man in den Medien viel zum Thema Organspende gehört. Einige Krankenkassen haben sich vorgenommen, ihre Versicherten mindestens einmal jährlich über die Bereitschaft zur Organspende zu befragen und aufzuklären. Keine schlechte Sache – doch sollte man sich diese Sache lieber zwei mal überlegen bevor man einen Ausweis zur Organspende ausfüllt.

Mark Zuckerberg, seines Zeichens Inhaber und Gründer von Facebook, hat sich eine “kuriose Idee” einfallen lassen: In den vereinigten Staaten sowie in Großbritannien kann man in seinem Profil angeben, dass man Organspender ist und bekommt zu dem Unterstützung bei der Registrierung um künftig Organspender zu werden. Inwieweit es dieses Feature auch in Deutschland geben wird ist wohl noch unbekannt.

Quelle: Facebook via Caschys Blog