Technisch versierten Menschen mache ich mit diesem Beitrag sicher nichts vor, dennoch möchte ich gerne über meine ersten Erfahrungen mit dem Smartphone im Pflegeberuf berichten:
Bis vor kurzem besaß ich noch mein erstes Smartphone, das HTC Desire. Seit Januar hingegen bin ich im Besitz des Samsung Galaxy Note – Ein 5,3″ Smartphone mit Stift (auch Stylus genannt). Das große Display, verbunden mit dem Stylus eignet sich hervorragend zur Kommunikation mit schwerhörigen Klienten. Wo vorher Kreide und Tafel oder aber Zettel und Stift zum Einsatz kamen, verwende ich jetzt mein Smartphone. Schnell etwas aufschreiben, zeigen und dann wieder löschen. In Sekundenschnelle!
Für das Betriebssystem, Android, gibt es viele praktische Helferlein. Neben den Standardfunktionen wie Sprachaufnahmen, Digitale Fotografie und die Verwendung des LED-Blitzlichts als Taschenlampe, lassen sich im Market zusätzliche Programme (Apps) herunterladen und installieren!
Ich selbst verwende nahezu täglich einen BMI-Rechner und ganz besonders gerne “Arznei aktuell” – Eine herausgegebende Applikation der ifap GmbH, dem Service-Institut für Ärzte und Apotheker. Es gibt so gut wie kein Medikament, was man dort nicht nachschlagen kann. Neben dem Preis des jeweiligen Medikamentes und den Wirkstoffen findet man zusätzliche Informationen zur Indikation, Dosierung, Kontraindikation, Therapie, Nebenwirkungen sowie gesonderte Warnhinweise. Als weiteres Feature erhält man eine ICD-Informationsquelle.
Benötige ich schnelle Informationen zwischen Tür und Angel, so kommen Wikipedia, barco und Google Goggles zum Einsatz. Wikipedia kennen sicher die meisten von Ihnen. Es ist die größte freie Wissensenzyklopädie der Welt. Mit Barco scannt man Barcodes ein, worauf man spezielle Infos zum eingescannten Produkt erhält. Goggles ist eine Bilderkennungs-Anwendung. Schießt man ein Foto eines Objekts, so wird das Internet nach Informationen zum eben geknippsten Foto durchsucht und spuckt dem Anwender alle gefundenen Infos aus: Fotos, Beschreibungen, Preisvergleiche und vieles mehr.
Meine letzten beiden Apps sind die Amazon Kindle App und YouTube. Kindle ist Amazons hauseigener eBook-Shop. Man kann dort diverse Buchtitel einkaufen und überall von unterwegs auf dem Smartphone oder einem eBook-Reader lesen. Der jeweilige Lesefortschritt wird auf jedem angeschlossenen Gerät 1:1 synchronisiert. Nicht selten kommt es vor, dass ich meinen Klienten etwas vorlese. Mit YouTube zeige ich Videos von z. B. alten Sendungen oder ermögliche ihnen das anhören von längst vergessenen Musiktiteln. Mit Shazam kann man Musik “scannen”: Unbekannte Titel können mit dem Microfon des Smartphones eingefangen werden und nach wenigen Sekunden erfährt man sofort den Interpreten und Titel des Liedes sowie eine “jetzt kaufen und herunterladen”-Funktion.
Viele dieser Apps gibt es sicherlich auch für das iPhone und Co.
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